Fenster sind die Stelle, an der Ihr Haus Wärme verliert oder behält, an der Lärm draußen bleibt oder nicht, und durch die Sie jeden Morgen als Erstes schauen. Ein Fenstertausch gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, die Sie an einem Haus machen können. Damit er gelingt, sollten Sie vorher ein paar Dinge wissen.
Woran Sie merken, dass es Zeit wird.
Es zieht am Fenster, obwohl es geschlossen ist. Im Winter steht morgens Kondenswasser auf der Scheibe oder sogar zwischen den Scheiben, dann ist das Isolierglas undicht. An der Laibung zeigen sich dunkle Flecken. Der Flügel lässt sich nur noch mit Schwung schließen. Oder Sie hören einfach alles: den Traktor, die Straße, die Nachbarn.
Fenster aus den Achtzigern und frühen Neunzigern verlieren rund dreimal so viel Wärme wie ein modernes Fenster mit Dreifachverglasung. Bei einem Haus mit zehn oder zwölf Fenstern ist das ein Betrag, den Sie jeden Winter auf der Heizkostenabrechnung sehen.
Kunststoff, Holz, Holz-Alu oder Kunststoff-Alu?
Welches Material das richtige ist, hängt vom Haus, vom Budget und davon ab, wie viel Pflege Sie sich zumuten wollen.
- Kunststoff bietet das beste Verhältnis von Preis und Leistung, dämmt sehr gut und braucht keine Pflege. Weiß ist der Standard, foliert gibt es praktisch jede Farbe und Holzoptik. Für die meisten Siedlungs- und Reihenhäuser die vernünftige Wahl.
- Holz ist warm, natürlich und passt zum alten Hof in der Hallertau ebenso wie zum Haus mit Holzfassade. Holzfenster brauchen je nach Wetterseite alle paar Jahre einen Anstrich.
- Holz-Alu verbindet beides: innen Holz, außen eine wetterfeste Aluminiumschale, die nie gestrichen werden muss. Die Premiumlösung für alle, die Holz im Raum und Ruhe mit der Fassade wollen.
- Kunststoff-Alu ist das pflegeleichte Kunststofffenster mit einer Aluminiumschale außen, für große Formate und dunkle Farben, die sich bei reinem Kunststoff stärker aufheizen würden.
Einen ersten Überblick gibt unser Fenstervergleich. So richtig greifbar wird der Unterschied in der Ausstellung, wenn Sie die Profile nebeneinander sehen.
Verglasung: Mehr als nur Glas.
Dreifachverglasung ist heute Standard, mit einem warmen Randverbund, damit sich am Scheibenrand kein Kondenswasser bildet. Darüber hinaus lohnt es sich, bei jedem Fenster kurz zu überlegen, was es leisten soll:
- Schallschutzglas für Fenster zur Straße. Wer in Schweitenkirchen oder entlang der A9 wohnt, kennt das Rauschen. Rund um Freising kommt der Fluglärm dazu. Schallschutzfenster gibt es in abgestuften Klassen, ab der dritten merkt man den Unterschied deutlich.
- Sicherheitsglas für bodentiefe Fenster und Terrassentüren, damit niemand durch die Scheibe fällt.
- Sonnenschutzglas für große Süd- und Westfenster, die sich im Sommer aufheizen. Noch wirksamer ist ein außenliegender Sonnenschutz.
Einbruchschutz gehört ins Fenster, nicht davor.
Die meisten Einbrüche passieren über Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss, und zwar durch Aufhebeln, nicht durch Einschlagen. Ein Fenster der Widerstandsklasse RC2 hat Pilzkopfverriegelungen rundum, abschließbare Griffe und ein Glas, das nicht beim ersten Schlag nachgibt. Der Aufpreis ist überschaubar, und ein Fenstertausch ist der beste Moment dafür.
Große Öffnungen: Hebe-Schiebe-Türen.
Der Blick in den Garten, die Terrasse als zweites Wohnzimmer: Hebe-Schiebe-Türen machen aus einer Wand eine Öffnung von drei, vier oder mehr Metern. Achten Sie auf eine flache Schwelle, damit niemand stolpert, und auf eine leichte Bedienung, denn die Flügel sind schwer. Auf Wunsch übernimmt ein Motor das Schieben. Den Sonnenschutz für so eine Glasfläche planen Sie am besten gleich mit.
Montage macht den Unterschied.
Ein gutes Fenster, schlecht eingebaut, ist ein schlechtes Fenster. Die Regel heißt: innen dichter als außen. Die Fuge zwischen Fenster und Mauerwerk wird gedämmt, innen luftdicht und außen schlagregendicht abgeschlossen, mit sauberem Anschluss an Fensterbank und Rollladenkasten. So bleibt die Wand trocken, und es gibt keine Wärmebrücke, an der sich Schimmel bilden kann.
Unsere Schreiner bauen nach den anerkannten Regeln der Technik ein, ob in Pfaffenhofen, Geisenfeld, Allershausen oder Freising. Vorher nehmen wir bei Ihnen Maß. Fenster sind Maßarbeit, da gibt es kein „passt schon“.
Nach dem Tausch verändert sich noch etwas: Ihr Haus ist dichter als vorher. Lüften Sie deshalb bewusst, zwei- bis dreimal am Tag mit weit geöffnetem Fenster. Wer das nicht möchte, kann Fensterfalzlüfter einbauen lassen.
Förderung: vor der Bestellung klären.
Für den Fenstertausch im Bestand gibt es über die Bundesförderung für effiziente Gebäude einen Zuschuss. Die Bedingungen: Die neuen Fenster müssen den geforderten Dämmwert erreichen, ein Energie-Effizienz-Experte muss die Maßnahme begleiten, und der Antrag muss gestellt sein, bevor Sie den Auftrag unterschreiben. Alternativ lassen sich die Kosten steuerlich geltend machen. Welcher Weg für Sie besser ist, klären Sie am besten vorab mit unserer Energieberatung. Sie arbeitet herstellerunabhängig.
Bestand oder Neubau: So bereiten Sie sich vor.
Für die Sanierung reicht ein Foto Ihres Hauses bei Tageslicht, die Anzahl der Fenster und die Info, ob Rollläden vorhanden sind oder dazukommen sollen. Damit können wir in der Ausstellung schon sehr konkret beraten. Das genaue Aufmaß machen wir danach bei Ihnen.
Für den Neubau bringen Sie die Pläne und die Fensterliste Ihres Architekten oder Bauträgers mit. Darin stehen Maße, Öffnungsarten und die Anforderungen aus dem Wärmeschutznachweis. Entscheiden Sie Fenster, Rollläden und Sonnenschutz zusammen, dann passt später alles zueinander, bis hin zum Stromanschluss für den Motor.
Fenster anschauen in Schweitenkirchen.
In unserer Ausstellung an der Woelkestraße stehen Fenster aus Kunststoff, Holz, Holz-Alu und Kunststoff-Alu nebeneinander, dazu Hebe-Schiebe-Türen, Griffe, Farben und Glasmuster. Öffnen Sie die Fenster, vergleichen Sie die Profile, lassen Sie sich die Verriegelung zeigen. Unsere Fachberater nehmen sich Zeit für Sie, am besten mit Termin. Seit 1950 sind wir als Familienunternehmen in Schweitenkirchen zu Hause. Wir beraten Sie so, wie wir es für unser eigenes Haus tun würden.
