Mit der Wahl der Mauersteine legen Sie nicht nur fest, woraus die Wand besteht. Sie beeinflussen auch den Wärmeschutz, die Ruhe im Haus und die Möglichkeiten für spätere Befestigungen. Hier erfahren Sie, worin sich die wichtigsten Steinarten unterscheiden und welche Fragen Sie mit Ihrer Planung klären sollten, bevor aus einem Grundriss die erste Wand wird.
Eine neue Wand beginnt mit ihrer Aufgabe.
Beim Neubau ist die Außenwand Teil eines geplanten Gebäudeaufbaus. Beim Umbau kommt oft nur eine einzelne Wand dazu, oder eine bestehende Öffnung wird verändert. Trotzdem muss klar sein, ob das Bauteil Lasten trägt, Räume trennt oder beheizte von unbeheizten Bereichen abgrenzt. Dieselbe Steinart passt nicht automatisch für jede dieser Aufgaben.
Ein Siedlungshaus im Raum Pfaffenhofen oder Freising stellt andere Fragen als ein alter Hof in der Hallertau mit gemischtem Mauerwerk. Im Bestand zählen auch Untergrund und vorhandene Decken. Klären Sie deren Eignung, bevor Sie eine schwere Wand darauf setzen lassen. Eine Materialberatung ersetzt dabei keine Prüfung der Tragfähigkeit.
Ziegel, Kalksandstein und Porenbeton setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
Unser Sortiment führt diese drei Steinarten und weitere Mauersteine. Die konkrete Auswahl richtet sich nach dem geplanten Wandaufbau. Vergleichen Sie vollständige Bauteile statt einzelner Steine ohne Putz, Dämmung und Anschlüsse.
- Ziegel. Gebrannter Ton wird für Außen- und Innenwände verwendet. Wärmeschutz und Belastbarkeit hängen stark von der jeweiligen Ausführung ab; für Sie zählt deshalb das vorgesehene Produkt aus der Planung.
- Kalksandstein. Seine hohe Rohdichte, also Masse bezogen auf das Volumen, kann beim Schallschutz helfen. Bei einer Außenwand wird der Wärmeschutz häufig durch eine zusätzliche Dämmschicht erreicht, die mitgeplant werden muss.
- Porenbeton. Der vergleichsweise leichte Stein lässt sich gut bearbeiten und kann einen guten Beitrag zum Wärmeschutz leisten. Für schwere Befestigungen und den Schallschutz braucht es jedoch eine zum Material passende Planung.
Wärmeschutz steckt im gesamten Wandaufbau.
Eine Außenwand muss ihre Aufgabe gemeinsam mit Dämmung, Putz und angrenzenden Bauteilen erfüllen. Bei einer einschaligen Wand trägt das Mauerwerk wesentlich zum Wärmeschutz bei. Bei einer mehrschichtigen Wand verteilt sich diese Aufgabe auf mehrere Lagen. Welche Bauweise passt, hängt vom Gebäude und Ihren Planungszielen ab.
Besprechen Sie Fensteröffnungen, Deckenränder und den Anschluss zum Sockel frühzeitig. Die Stellen dazwischen sind oft einfacher als die Übergänge. Unsere Energieberatung betrachtet Neubau und Sanierung herstellerunabhängig. Wenn Fördermöglichkeiten relevant sind, klären Sie die Voraussetzungen und notwendige Anträge vor der Beauftragung. Der Ratgeber zu Dämmstoffen vertieft die Materialfragen der zusätzlichen Dämmschichten.
Ruhe hängt auch von Türen und Anschlüssen ab.
Eine massive Trennwand kann Stimmen dämpfen. Der Schall findet trotzdem Wege durch Türen, Leitungsdurchführungen und angrenzende Bauteile. Die Wanddicke allein beschreibt deshalb nicht, wie ruhig das Schlafzimmer später wird. Planen Sie die gesamte Trennung zwischen den Räumen.
Beim Arbeitszimmer neben der Küche lohnt es sich, die gewünschte Nutzung zuerst zu beschreiben. Ein leises Gespräch stellt andere Anforderungen als Musik oder laufende Maschinen. Stimmen Sie Wandaufbau und Innentür aufeinander ab. So vermeiden Sie, viel Aufwand in ein Bauteil zu stecken, während die offene Verbindung daneben bestehen bleibt. Für besondere Anforderungen sollte die Fachplanung den erreichbaren Schallschutz beurteilen.
Feuchtigkeit und Befestigungen verdienen eigene Aufmerksamkeit.
Die neue Wand braucht einen geeigneten Untergrund und die vorgesehenen Feuchteschutzdetails. Gerade im Keller ist nicht allein die Steinart entscheidend. Eine nasse Bestandswand wird durch neues Mauerwerk nicht automatisch trocken. Lassen Sie die Ursache prüfen, bevor Sie Flächen schließen oder verkleiden.
Überlegen Sie auch, was später an der Wand hängt: Küchenoberschränke, Regale oder schwere Einbauten. Befestigungsmittel müssen zum Stein und zur Belastung passen. Beschreiben Sie solche Vorhaben bereits in der Planung. Leitungen und Schlitze dürfen die Tragwirkung nicht ungeprüft beeinträchtigen. Die zuständige Fachperson legt fest, welche Eingriffe möglich sind, damit die Wand nach dem Ausbau noch das leistet, wofür sie geplant wurde.
Mörtel und Ausführung gehören zum Steinsystem.
Ein geeigneter Mauerstein braucht den dazu passenden Mörtel und eine fachgerechte Verarbeitung. Dünnbettmörtel wird in einer dünnen Lagerfuge verwendet und setzt dafür geeignete Steine und einen sorgfältig vorbereiteten Beginn voraus. Beliebige Kombinationen sind kein Ersatz für einen abgestimmten Aufbau. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zu Putzen und Mörteln.
Wir beraten zum Material und vermitteln auf Wunsch Handwerker aus der Region. Für Baustellen im Raum Pfaffenhofen und Freising stimmen wir die Lieferung mit Ihnen ab. Halten Sie einen zugänglichen, geeigneten Ablageplatz frei. Geschützt gelagerte Steine und klar zugeordnete Paletten erleichtern dem ausführenden Betrieb die Arbeit, besonders wenn mehrere Bauabschnitte parallel laufen.
Für die Beratung zählen Wandaufbau und Planstand.
Beim Neubau bringen Sie Grundrisse, Wandaufbauten und die Materialvorgaben aus der Fachplanung mit. Kennzeichnen Sie Außenwände, Innenwände und besondere Anforderungen an Schall oder Befestigungen. Stimmen Sie die Mengen mit dem ausführenden Betrieb ab. Öffnungen und unterschiedliche Wandstärken sollten in der Berechnung berücksichtigt sein.
Im Bestand helfen Fotos und vorhandene Bauunterlagen. Notieren Sie, welche Wand verändert wird und welche Nutzung danach vorgesehen ist. Unbekannte Schichten oder ungeklärte Tragfunktionen gehören auf die Fragenliste. Für die Logistik brauchen wir außerdem Hinweise zur Zufahrt, Entladestelle und zum vorgesehenen Bauabschnitt. So wird aus einer ungefähren Idee eine Bestellung mit nachvollziehbaren Angaben.
Baustoffberatung für den nächsten Bauabschnitt.
Unsere Fachberaterinnen und Fachberater besprechen Ihre Unterlagen mit Ihnen in Schweitenkirchen oder Reichertshausen. Rufen Sie vorher an oder vereinbaren Sie einen Termin über das Kontaktformular. Verfügbarkeit, Abholung und Lieferung stimmen wir passend zu Ihrem Vorhaben ab.
Sie brauchen keinen fertigen Produktvergleich, um das Gespräch zu beginnen. Die Aufgabe der Wand und Ihre Planungsunterlagen sind der bessere Ausgangspunkt. Als Familienunternehmen seit 1950 möchten wir, dass Sie Baustoffe nach ihrem Einsatz auswählen und offene Fragen rechtzeitig klären.
