Eine Wand kann glatt aussehen und trotzdem einen ungeeigneten Aufbau haben. Putz und Mörtel müssen zum Untergrund, zur Feuchtigkeit und zur späteren Nutzung passen. Hier lesen Sie, warum Mauermörtel und Putz verschiedene Aufgaben erfüllen, welche Hinweise der Bestand gibt und weshalb eine gute Vorbereitung oft wichtiger ist als die letzte sichtbare Schicht.
Lose Stellen und Flecken brauchen eine Ursache.
Der Putz klingt an einer Stelle hohl, sandet beim Darüberstreichen oder blättert unten an der Kellerwand ab. Vielleicht sehen Sie einen Riss am Übergang zwischen zwei Bauteilen. Diese Beobachtungen helfen, den Schaden zu beschreiben. Sie reichen aber nicht, um einfach ein neues Material darüberzuziehen. Zuerst muss geklärt werden, was hinter der Veränderung steckt.
Beim Siedlungshaus in Pfaffenhofen oder im Raum Freising können alte Anstriche und spätere Ausbesserungen zusammenkommen. Am Hof in der Hallertau trifft neuer Putz manchmal auf sehr unterschiedliches Mauerwerk. Fotografieren Sie die Stellen und notieren Sie, wann sie auftreten. Bei Feuchtigkeit oder bewegten Rissen sollte eine Fachperson den Untergrund beurteilen, bevor Sie neu aufbauen.
Mauermörtel, Putzmörtel und Spezialmörtel sind keine Ersatzprodukte.
Unser Sortiment umfasst Innen- und Außenputze sowie Mauer-, Putz- und Spezialmörtel. Mörtel verbindet oder beschichtet, aber seine konkrete Aufgabe bestimmt die passende Ausführung. Wählen Sie nicht allein nach der Aufschrift „für innen und außen“.
- Mauermörtel. Er verbindet Mauersteine und muss zum vorgesehenen Steinsystem passen. Für neue Wände ist die Materialvorgabe der Planung wichtiger als ein übrig gebliebener Sack vom vorherigen Bauabschnitt.
- Putzmörtel. Er bildet Schichten auf Wand oder Decke und bereitet die spätere Oberfläche vor. Für Wohnräume, Fassade und Sockel unterscheiden sich die Anforderungen an Untergrund und Feuchtebeanspruchung.
- Spezialmörtel. Er wird für bestimmte Aufgaben ausgewählt. Für Sie zählt die ausdrücklich beschriebene Anwendung; die Bezeichnung allein macht ihn nicht zum besseren Material für jede Reparatur.
Der Untergrund entscheidet über Haftung und Vorbereitung.
Staub, lose Schichten, alte Beschichtungen und stark unterschiedliche Saugfähigkeit können die Verarbeitung beeinflussen. Saugfähigkeit beschreibt, wie schnell der Untergrund Wasser aufnimmt. Ein gleichmäßig vorbereitetes Mauerwerk verhält sich anders als eine Wand mit Betonstellen und alten Putzresten. Der ausführende Betrieb muss das vor der Materialwahl prüfen.
Je nach Aufbau sind Reinigung, passende Vorbehandlung oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Eine Grundierung ist dabei kein Universalheilmittel. Sie muss zum Untergrund und zum Putz passen. Lassen Sie erklären, warum ein Arbeitsschritt notwendig ist. So können Sie Angebote besser vergleichen, als wenn Sie nur auf die Fläche und die Bezeichnung der sichtbaren Endschicht schauen.
Feuchtigkeit lässt sich nicht einfach überputzen.
Im Keller können Wasser aus dem Erdreich, Kondensfeuchte oder eine Leitung die Ursache sein. Weißliche Ablagerungen können auf Salze hinweisen. Ein neuer Putz allein beseitigt weder eine undichte Stelle noch den Feuchtenachschub. Ohne Ursachenprüfung kann die frisch bearbeitete Fläche wieder Schaden zeigen.
Spezielle Putzaufbauten können unter passenden Bedingungen Teil einer Sanierung sein. Sie ersetzen aber keine erforderliche Abdichtung. Besprechen Sie zuerst, wie die Wand trocken beziehungsweise dauerhaft nutzbar werden soll. Unser Ratgeber zu Entwässerungssystemen erklärt, weshalb auch eine Drainage keine pauschale Kellerreparatur ist. Bei unbekannten Ursachen lohnt sich eine fachliche Untersuchung mehr als wiederholtes Ausbessern der Oberfläche.
Übergänge und spätere Beläge gehören dazu.
Wo unterschiedliche Baustoffe zusammentreffen, können sich Bewegung und Feuchteverhalten unterscheiden. Ein Anschluss zwischen Mauerwerk und Beton braucht deshalb eine zum Aufbau passende Behandlung. Auch vorhandene Fugen dürfen nicht ungeprüft überarbeitet werden. Der ausführende Betrieb legt fest, wie diese Stellen eingebunden werden.
Denken Sie anschließend an Farbe, Tapete oder Fliesen. Der Untergrund muss zum gewählten Belag passen. Im Bad ist Putz nicht automatisch die erforderliche Abdichtung hinter der gefliesten Fläche. Klären Sie die vollständigen Schichten mit dem Fliesenleger. An einer gedämmten Fassade gehört der Putz zum vorgesehenen System und wird zusammen mit dessen übrigen Bestandteilen ausgewählt.
Verarbeitung verlangt passende Bedingungen.
Anmischung, Schichtdicke und Verarbeitungsbedingungen richten sich nach dem konkreten Material. Mehr Wasser macht einen Mörtel nicht besser; es kann seine vorgesehenen Eigenschaften verändern. Auch ein bereits anziehender Rest lässt sich nicht beliebig wieder verwendbar machen. Beachten Sie die Verarbeitungsvorgaben und mischen Sie nur die Menge, die fachgerecht verarbeitet werden kann.
Unsere Materialberatung und Handwerkervermittlung stehen Ihnen für Vorhaben im Raum Pfaffenhofen und Freising zur Verfügung. Lieferung und Abholung stimmen wir mit Ihnen ab. Eine eigene Putzkolonne ist damit nicht zugesagt. Lagern Sie Säcke geschützt vor Feuchtigkeit und halten Sie die Arbeitsflächen frei. Bei Vorhaben an der gedämmten Gebäudehülle hilft zusätzlich unsere Energieberatung; Förderfragen und Anträge klären Sie vor einer Beauftragung.
So bereiten Sie ein aussagekräftiges Beratungsgespräch vor.
Im Bestand helfen Fotos der ganzen Wand und Nahaufnahmen der auffälligen Stellen. Nennen Sie Raum, bekannte Feuchtigkeit und vorhandene Schichten. Bringen Sie Informationen zu früheren Arbeiten und dem geplanten Belag mit. Eine herausgelöste Probe kann ergänzen, ersetzt aber keine Beurteilung der gesamten Fläche.
Beim Neubau bringen Sie Wandaufbauten, Raumliste und Materialvorgaben des ausführenden Betriebs mit. Unterscheiden Sie Innenwand, Außenfassade und Sockel. Notieren Sie Flächen und offene Fragen zur Untergrundvorbereitung. Wenn bereits andere Produkte ausgewählt wurden, nennen Sie deren genaue Bezeichnungen, damit die Verträglichkeit geprüft werden kann. Materialkombinationen sollten vor der Bestellung geklärt sein, nicht erst beim Anmischen.
Baustoffberatung mit Blick auf Ihren Untergrund.
Unsere Fachberaterinnen und Fachberater besprechen die vorliegenden Angaben mit Ihnen und helfen bei der passenden Materialauswahl. Sie erreichen uns in Schweitenkirchen und Reichertshausen. Stimmen Sie Verfügbarkeit, Abholung und Lieferung vorab ab; einen Termin können Sie über unser Kontaktformular anfragen.
Beginnen Sie mit dem Zustand der Wand und Ihren bisherigen Beobachtungen. Moser ist seit 1950 ein Familienunternehmen und möchte, dass die Vorbereitung genauso ernst genommen wird wie die fertige Oberfläche.
